Koko (mit Chanel)

Koko (mit Chanel), Katze aus Spanien, Profilbild
ID 3892
Name Koko (mit Chanel)
Rasse EKH
Farbe grau getigert
Geschlecht weiblich
Alter geb. ca. 07/2021
Einzelkatze Nein
Haltung Wohnungskatze. Wenn Freigang, dann nur gesichert.
Beschreibung Koko und Chanel (geboren ca. 07/2021) kamen auf die Welt und suchten dort nach fünf großen Wundern. Ein Wunder ist ihnen bereits zuteilgeworden. Ob ihr verbliebenes Glück noch für vier weitere Wunder reicht? Darauf können wir nur hoffen.

Chanel, Koko und ihre beiden Brüderchen wurden als Babys, die noch nicht einmal richtig die Augen öffnen konnten und schwerkrank waren, in einer Perrera entsorgt. Leider ist dies für viele Leute immer noch bequemer und günstiger, als ihre Katzen einfach kastrieren zu lassen und diesen sowie ihren Kitten viel Leid zu ersparen. Es ist traurig und herzlos, was man tagtäglich in der Perrera erlebt. Die Katzenmutter muss wochenlang verzweifelt nach ihren Babys gesucht haben.

Zum Glück ist es Ana gelungen, zu einigen Perreras mittlerweile einen guten Kontakt aufzubauen, so dass ihr Notfälle gemeldet werden. Es war klar, dass es sich bei den vier schwerkranken Kitten um so einen handelte – Ana wurde informiert und holte die Kleinen sofort zu sich. Wieder einmal opferte unsere spanische Tierretterin nächteweise Schlaf, um die Kitten rund um die Uhr zu versorgen und zu päppeln. Doch leider reicht manchmal auch alles Menschenmögliche nicht: Die beiden Katerchen starben Ana unter den Händen weg. Sie waren einfach zu jung und zu geschwächt. Ihr Tod war so unnötig und allein auf die grausame Gleichgültigkeit von ein paar Leuten zurückzuführen.
Man kann nur bewundern, dass Ana trotz der täglichen Rückschläge immer wieder aufsteht, weitermacht und die Leben rettet, die sie retten kann. Tagelang kämpfte sie um das Überleben der verbliebenen Schwesterchen.

Da passierte das erste Wunder für Koko und Chanel: Sie überlebten, dank Anas aufopfernder Fürsorge.

Leider haben auch die schönsten Wunder oft eine Kehrseite: Der lange, harte Überlebenskampf forderte seinen Tribut an den winzigen Katzenkörpern. Als Erinnerung an die Strapazen ihrer frühen Kindheit bleibt Coco und Chanel eine Ataxie zurück: eine Behinderung, die sowohl das Ergebnis langer Krankheit oder von Unfällen sein kann und bei Katzen relativ häufig vorkommt.
Eine Ataxie ist weder eine Krankheit noch ein Todesurteil. Eigentlich ist sie nur mit einer körperlichen Besonderheit verbunden: Ataxiekatzen „laufen komisch“. Ihr Gehirn kann die Bewegungen des Körpers nicht richtig steuern, was sich durch unkoordinierte Bewegungsabläufe bemerkbar macht. Sie werden daher auch liebevoll „Wackelkatzen“ genannt.

Für die beiden Katzenkinder ist das Handicap kein Hindernis, um ein glückliches Katzenleben zu führen: Die beiden verrichten ihre Geschäftchen brav im Katzenklo, kuscheln und putzen sich gegenseitig. Durch ihre Blutsverwandtschaft und ihren gemeinsamen Lebensweg gehen sie ganz besonders vertraut und liebevoll miteinander um. Sie beginnen bereits, vorsichtig miteinander zu spielen und beobachten voller Neugier alles um sich herum, wie das aufgeweckte und lebensfrohe Katzenkinder eben tun. Der einzige Unterschied ist, dass sie dabei immer ein bisschen „wackeln“.
Bei Chanel ist die Ataxie schwächer ausgeprägt, sodass sie ihr Schwesterchen Koko manchmal stützen kann und sich liebevoll um sie kümmert, wenn sie doch wieder einmal über die getigerten Pfötchen gestolpert ist. Generell handelt es sich um zwei sehr sanftmütige, durch ihre Krankheit etwas vorsichtige, durch ihre Pflege aber stark auf Menschen geprägte und zutrauliche Katzenkinder.

Für Chanel und Koko suchen wir bereits jetzt dringend ein Zuhause, denn die beiden brauchen unbedingt Zuwendung. Für Streichel- und Spieleinheiten, die gerade Katzenkinder so sehr benötigen, bleibt auf der Finca nie genug Zeit übrig. Zu viele andere Notfellchen sind zu versorgen, Boxen zu reinigen, Tierarztbesuche zu machen und, und, und ...
Dazu kommt, dass unsere „Wackelkatzen“ nicht zu anderen Katzen ins Gehege gesetzt werden können – letzteren ist ihre besondere Art der Fortbewegung einfach zu suspekt, sodass sie oft gemobbt werden. Daher droht den beiden Katzenmädchen ein recht einsames und tristes Leben um Quarantänebereich der Finca.
Vor ihrer Ausreise muss ihr Immunsystem noch etwas gestärkt und die beiden müssen noch kastriert werden – dennoch nehmen wir sie bereits jetzt in die Galerie unserer unzertrennlichen Notfellchen auf.

Nur so können sich die zwei besonderen Schwestern endlich auf den Weg machen, ihre verbliebenen Wunder zu suchen. Uns ist mehr als bewusst, dass schon ein Wunder oft richtig viel Zeit braucht. Und gleich vier? Ist das von den Katzenmädchen möglicherweise zu viel verlangt? Wir hoffen nicht:

Es wäre für den Anfang ein kleines Wunder, wenn die beiden unauffällig getigerten Katzenkinder überhaupt jemandem auffallen. Normalerweise versuchen wir, braune und schwarze Katzen immer mit gut befreundeten Rassemixen gemeinsam zu vermitteln, damit sie überhaupt jemand anfragt. Denn in der Masse der Katzen, für die wir ein Zuhause suchen, gehen Kätzchen wie Coco und Chanel schlichtweg unter. Die beiden hängen jedoch so sehr aneinander, dass wir sie eigentlich nicht trennen möchten.

Es wäre ein weiteres mittleres Wunder, wenn die Menschen, die sich für Koko und Chanel interessieren, es nicht eilig damit haben, die beiden in Deutschland begrüßen zu dürfen. Im Moment sind sie einfach noch zu klein, um sofort ihre Köfferchen packen zu können. Doch in der Regel fehlt es den meisten Interessenten an Zeit oder Geduld, eventuell ein paar Monate lang auf die neuen Mitbewohner zu warten.

Das dritte Wunder, dass die beiden Katzenmädchen brauchen, ist ein großes: So viele Menschen schrecken davor zurück, behinderte Katzen anzufragen, weil sie sich sorgen, dass sie deren besonderen Bedürfnissen nicht gewachsen sind. Hat man jedoch ein paar einmalige Sicherheitsvorkehrungen getroffen (niedrige Kratzbäume mit einfachen Aufstiegswegen, Sicherungen für offene Treppen, möglichst viel Teppichboden, damit die Pfötchen mehr „Grip“ haben), steht einem Einzug von Ataxie-Katzen nichts im Wege. Unser Vermittlungsteam steht dabei gerne und ausführlich mit Rat und Tat beiseite. Dieses Wunder bewältigen wir gemeinsam.

Das letzte Wunder ist das allergrößte von allen: Koko und Chanel suchen eine Familie, die alle drei Wunder in einem ist. Die sich nicht an ihrem getigerten Pelz stört und nur zwei liebenswerte Katzenkinder darin entdeckt. Die Verständnis dafür hat, dass manche Dinge etwas Zeit brauchen. Und die keine Angst davor hat, zwei Handicap-Katzen ein liebevolles, dauerhaftes Heim zu schenken. Eines, in dem Koko und Chanel jeden Tag freudig auf ihre „ganz eigenen“ Menschen zuwackeln und einfach Katzenkinder sein dürfen.

Sind Sie Kokos und Chanels großes Wunder?

Natürlich freuen wir uns auch über liebe Paten oder Patinnen, die Kokos und Chanels Versorgung finanziell unterstützen möchten, bis sie ihre wundersame Reise antreten dürfen.
Eingestellt am 17.10.2021
Aufenthaltsort Spanien
Befindet sich noch in der Perrera Nein
Befindet sich in einer deutschen Pflegestelle Nein
Hinweise <keine>
Pate(n) Charlotte H.
Fotos Koko (mit Chanel), Katze aus Spanien, Bild 1 Koko (mit Chanel), Katze aus Spanien, Bild 2 Koko (mit Chanel), Katze aus Spanien, Bild 3 Koko (mit Chanel), Katze aus Spanien, Bild 4
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