Pablo - angefragt

Pablo - angefragt, Kater aus Spanien, Profilbild
ID 3000
Name Pablo - angefragt
Rasse Russisch-Blau Mix
Farbe Blau
Geschlecht männlich
Alter Ca. 7 Jahre
Einzelkatze Ja
Haltung Wohnungskatze. Wenn Freigang, dann nur gesichert.
Beschreibung Pablo (geboren ca. 2013) ist der Neuzugang unter unseren großen Sorgenkindern. Er fühlt sich auf der Finca überhaupt nicht wohl. Sie sehen es ihm sicherlich auf den Bildern an, wie es um ihn bestellt ist. Doch das ist auch kein Wunder, bei seiner Vergangenheit.

Stellen Sie sich bitte einmal folgendes Szenario vor: Sie leben seit Ihrer frühen Kindheit mit den Menschen, die Ihnen am meisten bedeuten, zusammen in einem Heim. Sie kennen nichts anderes, nur diese vertraute Umgebung. Hier fühlen Sie sich wohl und geborgen, verbringen viel Zeit mit Ihren Liebsten. Sie werden erwachsen, gehen Ihrem Alltag nach. Die Welt ist in Ordnung – über viele Jahre hinweg. Eines Tages bittet eines der Familienmitglieder Sie, ins Auto zu steigen – Sie sollen einen Ausflug machen. Das ist ungewöhnlich. Sie haben ein mulmiges Gefühl, freuen sich aber über die Aufmerksamkeit.

Doch statt eines schönen Ausflugsziels erwartet Sie ein Gefängnis. Ihr Familienmitglied lässt Sie dort zurück. Ohne ein weiteres Wort, ohne Erklärung fährt er wieder nach Hause. Als er daheim aus dem Auto steigt, hat er Sie bereits vergessen. Ihr ganzes Leben: einfach gelöscht.

Sie landen in einem Käfig ohne jede Einrichtung. Hier sind Sie mit zahllosen fremden Menschen auf engstem Raum eingesperrt. Es ist furchtbar laut und stinkt. Die anderen Gefängnisinsassen husten und schreien, rütteln an den Türen. Manche schlagen aggressiv um sich, vor allem zu den wenigen, mageren Essenszeiten.

Andere sitzen ebenso fassungslos wie Sie auf dem kalten Boden und verstehen nicht, was sie falsch gemacht haben. Manche verlieren irgendwann den Lebensmut und verkriechen sich sterbend in eine Ecke. Ihre kalten Körper liegen dort stunden-, manchmal tagelang, ehe sie weggeschafft werden. Andere Mitinsassen weinen, versuchen, Ihnen etwas über ihr Schicksal zu erzählen. Doch Sie haben Angst vor Ihnen, verstehen Ihre Sprache nicht – Sie haben Ihr Leben lang ja nur mit Ihrer Familie kommuniziert.

Dieses Szenario ist nicht nur verstörend. Es ist real. Es ist das alltägliche (in diesem Fall nur vermenschlichte) Schicksal tausender Katzen, die in der Perrera landen und die Welt nicht mehr verstehen.

Ob Pablos Geschichte genauso verlief? Es ist nicht unwahrscheinlich. Als er in die Perrera abgeschoben wurde, war er etwa 6 Jahre alt. Zuvor hat er offenbar ein Heim gehabt – bis seine 'Familie' entschied, dass sie ihn nicht mehr haben wollte. Kein Wunder, dass der Kater völlig verstört ist. 6 Jahre eines Katzenlebens entsprechen rund 40 Menschenjahren. Nach all dieser Zeit ist für Pablo seine ganze Welt zusammengebrochen. Bis heute hat er sich davon noch nicht erholt.

Ana hat ihn aus der Perrera herausgeholt – Pablo sollte nach seinem Zuhause nicht auch noch den Lebensmut verlieren. Sein Verhalten zeigte, dass es fünf vor zwölf war.

Zu allem Unglück ist Pablo positiv auf FIV getestet worden. Dadurch gehen seine Vermittlungschancen leider gegen null. Dabei können Katzen mit dieser Krankheit ein ganz normales Alter erreichen. FIV ist KEIN Todesurteil. Man sollte lediglich auf das Immunsystem der Katze achten und Stress vermeiden.

Der wunderschöne Russisch-Blau-Mix ist kommt leider mit anderen Katern nicht zurecht. möglicherweise ist er zu früh von seiner Mutter entwöhnt und allein gehalten worden und hat daher kein Sozialverhalten gelernt. Da er sich mit den anderen Katern prügeln wurde, muss Ana ihn in einem eigenen Käfig separieren. Aber das ist natürlich keine Dauerlösung. Daher wäre es eine große Erleichterung, wenn sich schnellstmöglich ein erfahrener Katzenbesitzer findet, der Pablo daran erinnert, wie es ist, Vertrauen zu Menschen haben – und vor allem ein ruhiges, stressfreies Zuhause schenkt.

Pablo wünscht sich Menschen, die sich an seinem positiven Test nicht stören und ihm ein Heim auf Lebenszeit geben. Wir glauben, es ist noch nicht zu spät für Pablo. Er möchte bloß nie wieder sein Zuhause verlieren, sondern wie ein richtiges Familienmitglied behandelt werden – eines, das kein zweites Mal einfach vergessen wird.

Wir freuen uns auch, wenn liebe Paten Pablos Versorgung finanziell unterstützen.
Eingestellt am 16.08.2019
Aufenthaltsort Spanien
Befindet sich noch in der Perrera Nein
Befindet sich in einer deutschen Pflegestelle Nein
Hinweise <keine>
Pate(n) Simone L., Marlies S., Susanne L.
Fotos Pablo - angefragt, Kater aus Spanien, Bild 1 Pablo - angefragt, Kater aus Spanien, Bild 2 Pablo - angefragt, Kater aus Spanien, Bild 3 Pablo - angefragt, Kater aus Spanien, Bild 4 Pablo - angefragt, Kater aus Spanien, Bild 5
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