FIP (Feline infektiöse Peritonitis)

FIP ist eine tödlich verlaufende Krankheit, die durch eine Mutation des felinen Coronavirus ausgelöst wird.

FIP kann mit Sicherheit nur bei der Autopsie der bereits verstorbenen Katze nachgewiesen werden, was jedoch nur bei ca. 20% der obduzierten Katzen der Fall ist. Wird bei einer Katze ein sogenannter Coronaviren-Titer festgestellt, so bedeutet dies keineswegs, dass die betroffene Katze bereits an FIP erkrankt ist, sondern lediglich, dass sie bereits einmal mit den an sich harmlosen felinen Coronaviren infiziert wurde. FIP bricht aus, wenn das Virus im Körper mutiert und die Fähigkeit bekommt, sich in Makrophagen (Fresszellen genannt, sind unverzichtbare Funktionszellen des Immunsystems und gehören zu den Leukozyten) zu vermehren bzw. sich identisch zu verdoppeln.

Leider muss im Praxistest mittlerweile praktisch jedes Symptom zur Diagnose FIP herhalten. Bei tatsächlich an FIP erkrankten Katzen sind häufig die Nieren, Leber, Darm, Bauchspeicheldrüse, Augen und das Zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen. Hier findet eine entzündliche Veränderung statt.

Anzeichen können, wie bei jeder Infektionskrankheit ein meist antibiotika-resistentes hohes Fieber, Fressunlust, Apathie, ein insgesamt gestörtes Allgemeinbefinden und Gewichtsverlust sein. Ein zusätzliches Symptom bei der feuchten Form ist der Austritt von eiweißreicher Flüssigkeit, die eine hohe Anzahl von humoralen Überträgerstoffen (Entzündungsmediatoren) enthält. Der Erguss kann im Bauchraum und/oder im Brustraum und/oder im Bereich des Herzbeutels auftreten.

Die feuchte Form der FIP wird üblicherweise durch die sogenannte Rivalta-Probe diagnostiziert. Hierzu wird der Erguss punktiert und die entnommene Probe untersucht. FIP tritt bevorzugt bei jungen Katzen im ersten Lebensjahr auf. Wie bei allen Infektionskrankheiten kann Stress den Ausbruch dieser Krankheit fördern. Für FIP gibt es derzeit weder eine Therapie noch eine Heilung.

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